Ein Web-Design-Vertrag ist Vertrauenssache. Viele Web-Designer wollen keine Rechtsanwalt hinzuziehen, weil diese die Online-Materie nicht kennen oder die Sache nur kompliziert machen. Doch als Auftraggeber sieht es anders aus: Für diesen soll eine wirtschaftliche funktionaler Online-Auftritt geschaffen werden. Die Investition in eine Webseite oder Plattform soll auch einen Gewinn abwerfen. Hierzu muss das Design nicht nur hübsch sein, sondern auch Pflichten für das Online-Optimierung des Designs formuliert werden. Eine vertrauliche Beratung zu einem Web-Design-Vertrag kann auch effektiv erfolgen, wenn die Vertragsprüfung nicht nach außen angezeigt wird.

Hier nun zu einigen Vertrags-Merkmalen, die Web-Designer ungern ungefragt anbieten:

Web-Design: Leistungen

an image

Zu den Leistungen sollten eine übersichtliche Struktur und marktgängige Schlagworte in der Struktur gehören. Dabei muss entschieden werden, ob speziellere Begriffe mit einem kleinen Markt und wenig Konkurrenz (Stichwort: Long Tail Marketing) oder allgemeine Begriffe für einen großen Markt mit mehr Konkurrenz gewählt werden.

In der Leistungsbeschreibung (egal ob Lasten- oder Pflichtenheft) sollten entweder die Details geregelt oder die Verfahren und Verantwortlichen benannt werden, die diese Details zügig klären und einarbeiten. Der Web-Designer sollte - jedenfalls nicht allein - entscheiden, wie die künftige Marketing-Strategie durch die Webseite bestimmt wird. Und die Schlagwort- und Struktur-Bildung ist nur eines der wesentlichen Elemente des künftigen Unternehmens-Auftritts im Internet.

Mitwirkung & Rechte

an image

Durch Mitwirkungspflichten können erhebliche Verzögerungen im Web-Projekt provoziert werden. Ebenso durch die Forderung nach Freistellung von Rechten bzw. dem entsprechenden Nachweis solcher Rechte an Bildern, Logos und Marken.

Umgekehrt werden zuweilen sogar die Rechte an den beigefügten Bildern nicht gewährt, oder eingebaute Bilder nur als Muster gekennzeichnet. Mit anderen Worten: Nach der Abnahme der Webseite ist noch nachzuarbeiten. Bilder und entsprechende Farbabstimmung führen dann entweder zu einem Folgeauftrag und Mehrkosten oder müssen mühsam von Dritten zugekauft werden.

Eine angemessene Risikoverteilung ist unumgänglich. Die einseitige Bestimmung von Mitwirkungsrechten und Freistellungen durch den Web-Designer fällt meistens zu dessen Gunsten aus. Gewährleistung bzw. Haftung sind dann weitest möglich ausgeschlossen. Das ist nicht im Sinne des Auftraggebers.

Kosten + Zahlung

an image

Bei vielen Web-Design-Projekten werden erhebliche Vorleistungen gefordert und gezahlt. Zwischenergebnisse und erste Entwürfe lösen meist weitere Zahlungspflichten aus. Dabei ist das Projekt Unternehmens-Auftritt im Internet kaum näher an das Ziel gekommen und dennoch sind schon 75 bis 90% des Gesamtpreises gezahlt worden. Sie wundern sich als Auftraggeber, dass dann die Installation und angeblichen Restarbeiten nicht mehr zügig oder zu Ihrer Zufriedenheit abgearbeitet werden?

Die Kosten und die Zahlungsschritte in einem Web-Design-Projekt müssen sinnvoll gestaffelt werden. Zuweilen sind Arbeiten am Design und die Installation z. B. eines Content-Management-Systems (CMS) auf einer Testumgebung parallel zu fordern. Die Kanzlei Exner hat verschiedene Projekte selbst durchgeführt und rechtlich beraten. Wir helfen gern bei der Gestaltung einer effektiven und wirtschaftlichen Lösung.

Rechtsanwalt Exner: Google ist nicht durch grafischen Firlefanz gross geworden. Das Unternehmen hat konsequent auf Klarheit gesetzt und gewonnen!

Startseite: Web-Design-Recht.de

Rechtsberatung

Rechtsanwalt Siegfried Exner

ra_exner_kiel.jpg

Knooper Weg 175

24118 Kiel

Tel.: 0431 / 888 67-21

Mobil: 0179 / 40 60 450.

IT-Recht, Kiel

Highlights

Rechtsschutz Online-Fotos

"Die Antragsgegnerin hat die Lichtbilder aus dem Gutachten des Antragstellers entnommen und in den Internetauftritt http://www.---.de , einer Restwertbörse, eingestellt, (---). Der Zugang zu dieser Restwertbörse ist zwar passwortgeschützt. Die Börse selbst bewirbt sich aber damit, dass mehr als 1.000 Händler und 4.000 Sachverständige Zugriff darauf haben. Das ist ein öffentliches Zugänglichmachen im Sinne des Par. 19a UrhG." LG Hamburg, Urteil vom 14.03.2007, 308 O 730/06.

Link: Rechtsschutz Online-Fotos